“Frau Mutter”: Nina Masseks Weg zum Blogger-Glück

Nina Massek (Foto: Roland Münter)
Begegnet den Widrigkeiten des Familienlebens mit Humor: Nina Massek (Foto: Roland Münter)

Nina Massek betreibt mit „Frau Mutter“ einen erfolgreichen Mama-Blog. Monatelang bereitete sie ihn vor, bis er endlich online ging. Und ihre Kinder versorgen sie zuverlässig mit Geschichten.

Als Nina Massek Mutter wurde, wurde sie auch Bloggerin. Mama-Bloggerin, um genau zu sein. Nina hat zwei Kinder, Sebastian und Constanze. Die Idee für den Blog entstand, als sie mit Constanze in ihrer zweiten Elternzeit war. “Manchmal kann das mit einem Baby nach der Geburt ein bisschen einsam sein”, gibt sie zu. Aber wenn Constanze schlief, hatte sie etwas Zeit für sich. Und so fing sie an zu schreiben. Über Fitnesstipps für Mamas, Sex und Elternsein oder auch die “Bazillenschleuder Familie”.

Aber Massek bloggte nicht einfach drauflos. “Ich habe intensiv Ratgeber gelesen”, sagt sie. Mehrere Monate Vorarbeit steckte sie hinein, bis ihr Blog “Frau Mutter – eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs” im Jahr 2011 online ging. Ihr Mann, selbst ein Journalist, unterstützte sie dabei. “Ich habe alles mit ihm besprochen, wie der Blog aussehen soll”, sagt sie. “Der Blog ist sehr persönlich, und das geht nur, wenn der Partner mitzieht.” Diffizil ist auch die Frage: Zeige ich meine Kinder? Da musste auch Massek ihren Weg finden, über ihre Familie zu bloggen und sie gleichzeitig zu schützen. Sie praktiziert einen Kompromiss: “Ich zeige meine Kinder durchaus, aber so reduziert, dass man sie auf der Straße nicht erkennt.”

Die Themen gehen “Frau Mutter” nicht aus

Massek kommt aus der PR. “Deshalb sollte das Hand und Fuß haben”, sagt sie. “Ich wollte, dass meine Texte ein gewisses Niveau haben.” Ihre Themen: Alles, was Mütter umtreibt. Wer in seinem persönlichen Babykosmos ein bisschen Abwechslung braucht, der findet sie auf ihrem Blog. Nina Massek bloggt auf „Frau Mutter“ über alles, was sie interessiert. Massek schreibt humoristische Texte, man merkt, dass sie früher auch fürs Kabarett geschrieben hat. Ihre Inspiration ist ihr Alltag – und die Themen gehen ihr nicht aus. “Man muss über etwas bloggen, für das man eine Leidenschaft hat”, rät sie.


Dies ist ein Stück, das für das Projekt „BizzMiss“ entstanden ist – ein Online-Magazin, das ich im Jahr 2014 mit drei Mitstreiterinnen gründete. BizzMiss gibt es mittlerweile nicht mehr. Hier habe ich notiert, warum das gut ist.


Nach der zweiten Elternzeit ging sie zurück in ihre Agentur. Doch nach etwa einem Jahr war ihr der Blog so wichtig geworden, dass sie die Agentur verließ und sich selbständig machte. “Das hatte sich alles ganz organisch entwickelt”, erzählt sie. Massek achtete darauf, dass ihr Blog professionell aussah, sie twitterte und facebookte regelmäßig, und ihre Leserschaft wuchs auf diese Weise ganz von allein.

Und irgendwann kamen die ersten Anfragen, unter anderem auch von der Brigitte. Mittlerweile bloggt sie auch auf der “Mom”-Seite des Blattes, wo sich Mama-Bloggerinnen aus ganz Deutschland vorstellen.

Masseks Geldquelle: Gewinnspiele und Produktpräsentationen

Wichtig ist für sie auch das Blogger-Netzwerk, in dem sie sich bewegt. “Mit meiner zunehmenden Professionalisierung fing das an, dass Firmen mich einluden”, erzählt sie. Bei diesen Veranstaltungen lernte sie andere Blogger kennen. “Das ist immer sehr kollegial und sehr befruchtend”, sagt sie. In Berlin gibt es eine ganze Reihe an Mama-Bloggern und sie haben sogar eine Facebook-Gruppe, in der sie sich zusammenfinden, sich austauschen und voneinander lernen.

Geld verdient Massek vor allem mit Kooperationen. Sie veranstaltet Gewinnspiele oder stellt Produkte vor. Besonders am Herz liegt ihr aber noch ein weiteres Projekt: Massek schreibt gerade an ihrem ersten Buch. Den Vertrag hat sie bereits unterzeichnet. Der Titel: “Der Spielplatz hat heute leider zu”. Das Buch versammelt – wie ihr Blog – lustige Geschichten aus ihrem Familienalltag. “Bis heute überrascht es mich, wie gut sich das alles entwickelt hat”, sagt sie und lacht. Aber auch, wenn die Kinder irgendwann groß sind und Massek mit ihnen der Mama-Bloggerei entwächst – sie schaut dieser Zeit ganz gelassen entgegen. Vielleicht ein anderer Blog? “In jeder Lebensphase gibt es große Fragen, denen man mit Humor begegnen kann”, sagt sie. Und lacht wieder.

http://frau-mutter.com/

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Ein Gedanke zu „“Frau Mutter”: Nina Masseks Weg zum Blogger-Glück

  • 23. Dezember 2016 um 12:18
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    Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen mit uns teilen. Danke dafür.
    Gruß Anna

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