Ein Blick hinter die Kulissen meines #NewWork-Podcasts

Screenshot Podcast New Work

Folge Nummer sechs ist erschienen, bis Mitte März geht es noch weiter: Wir sind mittendrin in meiner Podcast-Serie zum Thema Neues Arbeiten. Ein toller Zeitpunkt, Danke zu sagen und einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren.

Es ist Halbzeit bei meinem Podcast, Ende letzter Woche erschien Folge Nummer sechs von zehn. Ich möchte das zum Anlass nehmen, einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Doch bevor ich das tue, möchte ich noch etwas anderes tun: Danke sagen!

Ich möchte Danke sagen für das große Interesse und den Zuspruch, den der Podcast erhält. Jede Woche bekomme ich großartige Rückmeldungen, viel Lob, viel Respekt für meine Arbeit, aber auch wertschätzende Kritik. Ich freue mich über jede einzelne Rückmeldung, über jede einzelne Anmerkung. Vor allem aber freue ich mich über jeden einzelnen, der sich die Zeit nimmt und die Stücke hört. Danke dafür!

Jetzt aber – wie ist die Idee für den Podcast entstanden?

Vor einem knappen halben Jahr habe ich bei Deutschlandradio Kultur eine neue Chefin bekommen. Zu ihrem Antritt bot sie jedem einzelnen Mitarbeiter, ob fest oder frei, ein Gespräch unter vier Augen an. Im Rahmen dieses Gespräches entstand zwischen uns die Idee eines thematischen Podcasts.

Und so ist dieser Podcast auch das Ergebnis einer intelligenten Leadership-Entscheidung und ein Beispiel dafür, welche wunderbaren Projekte entstehen können, wenn man seinen Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, auch eigene Projekte zu realisieren. Wenn man sie fragt, was sie auf dem Herzen haben oder wo ihre Leidenschaft liegt oder wohin sie sich entwickeln wollen.

Ich habe damals direkt mit der Organisation begonnen. Etwas später haben wir den Beginn der Serie auf Anfang dieses Jahres festgelegt.

Und wie entsteht so ein Podcast?

So ein Podcast macht viel Arbeit, verdammt viel Arbeit. Ich schätze, dass in jeder Folge etwa zwei volle Tage Arbeit stecken. Wer sich also mit dem Gedanken trägt, ein ähnliches Projekt zu starten, dem sage ich: Wenn ihr ein Herzensthema habt, dann tut das auf jeden Fall – aber plant genug Zeit dafür ein. Es wird mehr Zeit in Anspruch nehmen, als ihr anfangs denkt.

Am Anfang stand die Themenfindung. Bei manchen Themen wusste ich sofort, dass ich sie dabei haben möchte, bei anderen habe ich ein paar extra Schleifen gedreht, um sie besser zu greifen zu können oder um mir darüber klar zu werden, dass ich sie aussortiere. Ich habe sehr viele Gespräche geführt, bei vielen Unternehmen oder Personen angeklopft und einfach mal ausgelotet, was machbar ist. Schritt für Schritt verfestigten sich auf diese Weise die Themen.

Gleichzeitig habe ich mich um die Organisation drumherum gekümmert. Der Podcast ist an die Deutschlandradio-Architektur angedockt, ich musste also auch mit vielen Menschen im Haus sprechen. Wer ist wofür zuständig? Wie kommt das Audiofile zu iTunes oder Spotify oder in unsere RSS-Feeds? Wir haben auch einen extra Onepager dafür gebaut – wie soll diese Seite aussehen? Woher bekomme ich das Bildmaterial? Auch Opener und Closer (wir nennen das „Verpackung“) mussten rechtzeitig produziert werden.


Hier könnt ihr alle Folgen hören: Podcast #NewWork online hören


Schließlich ging es an die konkrete Produktion der einzelnen Folgen. Als besonders knifflig stellte es sich heraus, all die verschiedenen Gesprächspartner ins Studio zu lotsen und Termine mit ihnen zu finden – besonders dann, wenn sie aus anderen Städten kamen. Sicher, viele meiner Gesprächspartner kommen aus Berlin, doch bei Weitem nicht alle (die weiteste Anreise hatte Franz Kühmayer, der in Wien lebt – Danke, dass Du das ermöglicht hast, Franz!).

Oftmals produziere ich auch Vorsetzer. Denn das Besondere an den Podcasts ist ihre Zwitterform, halb Feature, halb Interview. Für die Feature-Elemente, mit denen ich – wo es sich anbietet – in die Themen einführe, vereinbare ich zusätzliche Termine, um die Interviews zu führen und die Atmo-O-Töne einzusammeln.

All das wird dann im Studio zusammengebaut. Die O-Töne aus den Interviews schneide ich zu Hause vor, ebenso die Atmo-Elemente. Wenn die Interviews im Studio geführt sind, die Gesprächspartner schon wieder weg sind, dann beginnt die eigentliche Arbeit: Alles wird zusammengebaut, meine Moderationen, die O-Töne, die Atmo, das Interview wird geschnitten und eingekürzt und Tonhöhen korrigiert. Und das ist dann auch das Endprodukt, das ihr jeden Freitag hören könnt.

Und was kannst Du daraus lernen?

Eine Lektion klang oben schon an: Plane genug Zeit ein. Solche Projekte sind aufwändig, besonders am Anfang, wenn man alles auf die Schiene setzt. Und auch im weiteren Verlauf braucht man Zeit: Vergesst nicht, dass gut Ding Weile haben will – wer ein Produkt in gleichbleibend hoher Qualität abliefern will, muss sich Zeit dafür nehmen. Woche für Woche.

Ich habe auch gelernt: Entscheidet Euch für ein Thema, an dem ihr wirklich Freude habt. Ich beschäftige mich ja schon eine ganze Weile mit dem Thema New Work und das hat mir sehr bei der Themenfindung und bei der Umsetzung geholfen. Ein weiterer schöner Nebeneffekt ist, dass so ein Projekt auch etwas ist, das Menschen zusammenbringt – denn am Ende des Tages ist es ja irgendwie ein Gemeinschaftsprojekt von mir und allen Menschen, die meiner Einladung ins Studio gefolgt sind.

Und vor allem: Traut Euch. Fangt an. Aktiviert Euer Netzwerk und holt Euch Rat, wenn ihr nicht mehr weiter wisst. Da draußen sind super viele tolle Leute, die Euch gern unterstützen – nehmt das in Anspruch und erschafft etwas Wunderbares.

In diesem Sinne: Viel Erfolg!

Im Studio für die Aufzeichnung des #NewWork-Podcasts, hier mit Tobias Schwarz, Timo Eckhardt und Sascha Boampong für die Digitale-Nomaden-Folge (Foto: Die Digitale Nomaden Fotografin Maria Anna Schwarzberg)
Im Studio für die Aufzeichnung des #NewWork-Podcasts, hier mit Tobias Schwarz, Timo Eckhardt und Sascha Boampong für die Digitale-Nomaden-Folge (Foto: Die Digitale Nomaden Fotografin Maria Anna Schwarzberg)

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2 Gedanken zu „Ein Blick hinter die Kulissen meines #NewWork-Podcasts

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