Digitalisierung heißt Ja zu Veränderung sagen

Öfter mal was Neues (Foto: Viktor Hanacek / http://viktorhanacek.com)
Öfter mal was Neues! (Foto: Viktor Hanacek / http://viktorhanacek.com)

Ist Deutschland auf einem guten Weg, was die Digitalisierung angeht? Das politische Klima im Land gibt jedenfalls Grund zur Sorge – denn konservatives oder gar rechtes Gedankengut passt nicht besonders gut zu dem Wandel, den wir gerade erleben.

Wir brauchen keine Zukunftsforscher und wir brauchen auch keine Orakel: Wer wissen will, wie gut Deutschland aufgestellt ist, wie gut wir meistern werden, was in Zukunft auf uns zukommt, der braucht nur einen Blick auf das politische Klima zu werfen.

Die Formel ist einfach: Je weiter nach rechts wir driften, umso schwärzer wird es – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Traditionalismus und Konservativismus sind Dagegen-Ideologien. Sie wollen bewahren, was ist, verteidigen, was vielleicht schon längst überholt ist – und das einfach nur, weil es vertraut ist. Konservative haben viel zu selten den Mut, ergebnisoffen zu begutachten, was sie bewahren wollen. Denn sie wollen Traditionen bewahren, schlicht, weil es Traditionen sind.

Ein Gestaltungsraum, der seinesgleichen sucht

Die Digitalisierung wird alle Lebensbereiche erfassen, mit einer Wucht, die hoffentlich die Erkenntnis in den Kopf auch des allerletzten besorgten Bürgers spült, dass das, was wir bisher erlebt haben, ein Klacks für dieses Land ist verglichen mit dem, was da auf uns zukommt.

Wer jetzt einen Schreck bekommt: Das ist keine Drohung, sondern ein Versprechen. Ein wunderbares Versprechen! Denn es ist ein nie dagewesenes Spielfeld, das sich da vor uns ausbreitet, ein Gestaltungsraum, der seinesgleichen in der Geschichte der Menschheit sucht.

Nichts wagen ist das Gegenteil von digital

Ist es gewagt, die Digitalisierung mit Pegida, AfD und Co. in einem Text zusammenzurühren? Vielleicht. Doch hinter dem neu-rechten Gedankengut steht vor allem die Angst vor Unbekanntem und die Angst vor Veränderung: Bloß nichts wagen, an Gewohntem festhalten, bloß nicht teilen. All das ist genau das Gegenteil von digital.

Wer also herausfinden will, wie fit Deutschland der Digitalisierung entgegen geht, sollte sich anschauen, wie wir mit Veränderungen umgehen. Da ist vieles, was mir Mut macht, viele Initiativen und Vordenker, die diese Entwicklung begleiten und gestalten. Doch manches fehlt mir – zum Beispiel ein gesamtgesellschaftlicher Bann rechten Gedankengutes. Nicht nur, weil es ein beschissenes Gedankengut ist, sondern auch, weil es ein zerstörerisches, negatives, rückwärtsgewandtes Gedankengut ist, das nicht nur den Menschen schadet, gegen die es sich richtet, sondern auch denen, die es denken.

Was wir endlich begreifen sollten: Nicht das Festhalten an Althergebrachtem wird unseren Wohlstand erhalten, sondern die Lust auf Veränderung.

Für mehr dafür und weniger dagegen!

Digitalisierung heißt: Annehmen, was geschieht, verstehen, was geschieht, sich darauf einlassen. Und sie braucht drei Dinge: Den Mut zu gestalten, die Fähigkeit, Visionen von etwas noch nie Dagewesenem zu erschaffen, und Unerschrockenheit vor Fehlern. Digitalisierung heißt sich aufzumachen, Gewohntes hinter sich zu lassen, Dinge einfach mal anders anzupacken, Ja zu Veränderung zu sagen.

Ich stelle mein Jahr 2017 ganz ins Zeichen der Digitalisierung. Und dieser Text ist der Auftakt einer Reihe über die verschiedenen Aspekte der Digitalisierung. Für mehr dafür und weniger dagegen!

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